Vom Parkplatz zum Gedenkplatz
Ausgangspunkt der Rundwanderung ist der Parkplatz an der Zufahrtsstraße zum Burghotel Falkenstein bei Pfronten im Allgäu. Die Straße ist mautpflichtig und darf nur zu festgelegten Zeiten befahren werden. Eine Ampelregelung steuert den Verkehr. Von hier folgt ihr der Straße bergauf und erreicht nach etwa 30 Minuten einen Gedenkplatz. Von dort habt ihr bereits einen schönen Blick auf das Berghotel und die hoch darüber gelegene Burgruine.
Abstecher zur Mariengrotte
Nehmt den Weg unterhalb in Richtung Mariengrotte. Nach etwa fünf bis zehn Minuten erreicht ihr die eindrucksvolle, rund 15 Meter hohe Halbhöhle am Fuß der Felswand. Sie entstand auf natürliche Weise durch Verkarstung und Frost und wurde 1889 vom damaligen Pfarrer Joseph Anton Stach als Lourdes-Grotte gestaltet. Die überlebensgroßen Figuren der Mutter Gottes und der heiligen Bernadette stammen vom Bildhauer Theodor Haf.
Burghotel, Aussichtsterrasse und Burgmuseum
Anschließend steigt ihr über Stufen hinauf zum Burghotel Falkenstein. Hier laden eine kleine Aussichtsplattform und die Sonnenterrasse direkt am Fels dazu ein, den Blick über die umliegende Bergwelt schweifen zu lassen. Im kleinen Burgmuseum könnt ihr mehr über die Geschichte der Burg erfahren. Auch eine Büste von König Ludwig II. erinnert an den bayerischen König, der die Ruine 1883 erwarb und an dieser Stelle ein prachtvolles Schloss nach dem Vorbild von Neuschwanstein errichten lassen wollte. Durch seinen überraschenden Tod im Jahr 1886 wurden diese Pläne jedoch nie verwirklicht.
Burgruine Falkenstein: Deutschlands höchstgelegene Burganlage
Über weitere Stufen erreicht ihr die Burgruine Falkenstein auf rund 1.277 Metern Höhe. Die um 1280 im Auftrag des Tiroler Grafen Meinhard II. errichtete Burg gilt als Deutschlands höchstgelegene Burgruine. Heute sind noch Mauerreste erhalten, die einen Eindruck von der einstigen Anlage vermitteln. Im Inneren befindet sich eine hölzerne Aussichtsplattform, von der ihr einen beeindruckenden 360-Grad-Rundumblick genießt.
Vor euch breiten sich das Allgäuer Alpenvorland, das Vilstal und die Seenlandschaft aus. Bei guter Sicht könnt ihr Schloss Neuschwanstein und sogar die Zugspitze erkennen. Besonders reizvoll ist der Blick auf die Tannheimer Berge und hinüber nach Vils in Tirol. Die österreichisch-deutsche Staatsgrenze verläuft nur wenige Meter entfernt entlang des Zirmgrats. Auch der Europäische Fernwanderweg E4 führt in diesem Bereich an der Burgruine vorbei.
Abstieg über den Steig zurück zum Parkplatz
Für den Rückweg nehmt ihr den steileren Steig bergab. Der Weg führt am Berghotel Schlossanger Alp vorbei und bringt euch nach etwa 20 bis 30 Minuten zurück zum Ausgangspunkt. Gerade bei Nässe ist auf dem schmalen, steileren Wegabschnitt Trittsicherheit gefragt. Gutes Schuhwerk ist daher empfehlenswert.
Für die gesamte Rundwanderung mit Abstecher zur Mariengrotte, Besichtigung der Burg und Zeit zum Genießen der Aussicht solltet ihr etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
Sehenswertes während der Wanderung
- Burgruine Falkenstein: Deutschlands höchstgelegene Burgruine auf rund 1.277 Metern mit historischem Mauerwerk und Aussichtsplattform.
- Panoramablick: 360-Grad-Aussicht über das Allgäuer Alpenvorland, die Allgäuer Seen, die Tannheimer Berge und bis nach Tirol.
- Mariengrotte: Eine rund 15 Meter hohe natürliche Halbhöhle, die 1889 als Lourdes-Grotte gestaltet wurde.
- Burghotel und Burgmuseum: Einkehrmöglichkeit, Aussichtsterrasse und Einblicke in die Geschichte der Burg.
- König Ludwig II.: Eine Büste erinnert an seine Pläne, auf dem Falkenstein ein weiteres prachtvolles Schloss zu errichten.